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Kultur Shock
Kultura-Diktatura

Bewährtes soll man ja eigentlich nicht zu fest ändern. Trotzdem kommt Kultur Shock nun in einer leicht veränderten Besetzung daher: Gino Yevdjevich - Vocals, Tarabuka, Guitar bei Too Late…; Mario Butkovich - Guitar, Bouzuki, Vocals; Val Kiossovski - Guitar, Synth-Guitar, Vocals; Amy Denio - Saxophone, Clarinet, Accordion, Vocals; Chris Stromquist - Drums, Percussion, Programming, Vocals; Masa Kobayashi - Bass.

Als Gäste kommen von den Cheb Balowski zusätzlich Arnau (Karkabuz bei 7 & 8), Marfi (Violine bei 3, 7 & 8), Yacine (Vocals bei 8, Karkabuz bei 7 & 8); Von den O Jarbanzo Negro Nacho (Vocal bei 6, Trumpet bei 3 & 8), Vias (Vocal, Tarabuka bei 8, Saw bei 13); sowie Carla Kihlstedt (Violine bei 4) von den Sleepy Time Gorilla Museum und Josh Stewart (Trumpet bei 1, 3 & 8) vom Degenerate Art Ensemble - Er war schon beim letzten Album mit von der Partie.

Kultura-Diktatura ist über alles nicht mehr ganz so hart, ein wenig wenigerer gitarrenlastig. Die Wechsel in den einzelnen Songs sind nicht mehr ganz so abrupt, hart und kommen nicht so oft wie im vorherigen Album. Wie um das zu wiederlegen beginnt «Tutti Frutti» gewohnt ruhig, bis die Gitarren einsetzen um dann fetzig weiterzulaufen. «Morto» kommt mit feinen Schlagzeug- und Gesangspasagen. Bei «Horse Thief» sind die Gitarren schon fast dezent, das Stück wird von den Trompeten und dem Bass getragen, mit kleinen Ausnahmen, wo es nötig ist; die ruhigen Phasen mit der Violine machen sich sehr gut. «Kamarage» mit klagendem Gesang, seinen Reggaeeinlagen und den Abschnitten mit Violine gefällt.

Witzig ist «Hashishi». Bei «Alma» überwiegen die ruhigen Teile bis zum Reffrain, da legen sie wieder los. Bei «Da Ye» macht sich das Karkabuz gut. Herrlich ist der Song «Mustafa»; sehr ruhige, fast traditionell anmutende Passagen wechseln mit «gib alles». Auch «Blagunyo Denche» gehört in die traditionellere Kiste, allerdings mehr nach Andalusien. «Romana» ist schon fast nach alter Manier und legt richtig los. Bei «Nightmare» erinnert zu Beginn ein wenig an einen Techno. «Nano (N.J. 1910-2002)» ist wieder ziemlich metallisch. «Too Late To Fornicate» schliesst das Album sehr ruhig und mit einer singenden Säge.

Resumé:
Meistens ist ja das neue Alben, auf das man riesig gespannt ist, ein wenig schlechter als das vorhergehende; Irgendwie schraubt man die erwartungen zu hoch. Kultur Shock ist hier eine der löblichen Ausnahmen gelungen. Vielleicht ein wenig weniger Punkig als ihr vorderes Album, ein wenig melodiöser, mehr Gypsy; Vieleicht liegt es auch an den Gästen.

Ich entwickle mich langsam zu einem Fan dieser Musik, je mehr ich sie höre, des so besser gefällt sie mir - und ich hoffe, meinen Nachbarn auch, grins.

Wertung: Wertung: 6 von 6 möglichen Punkten

04.07.2004 / Pe; Update 20.2.2005 / Pe

Kultura-Diktatura

CD 2004
Track Song Interpret Zeit
1. Tutti Frutti Kultur Shock 0:3:45
2. Morto Kultur Shock 0:4:09
3. Horse Thief Kultur Shock 0:3:36
4. Kamarage Kultur Shock 0:4:25
5. Hashishi Kultur Shock 0:3:48
6. Alma Kultur Shock 0:4:29
7. Da Ye Kultur Shock 0:4:19
8. Mustafa Kultur Shock 0:2:49
9. Blagunyo Denche Kultur Shock 0:4:25
10. Romana Kultur Shock 0:3:40
11. Nightmare Kultur Shock 0:4:43
12. Nano (N.J. 1910-2002) Kultur Shock 0:5:59
13. Too Late To Fornicate Kultur Shock 0:2:20
 
Konzerte:Zeigen: [ alle | ab heute ]
 
Datum:Veranstaltung:Ort:
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wie immer ohne Gewähr.


Stil:
Metal-Balkan-Gypsy

Land:
Balkan, oder USofA

Bemerkung:
Wem es gefällt, sollte auch mal bei Gogol Bordello reinhören!
14.06.2004 / Pe; Update 20.2.2005 / Pe   Zurück 
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