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Divina Commedia
Non omnis moriar

Zwei bittersüsse Stimmen, Agnes Schnyder und Belinda Reich, singen, dezent begleitet von einer Gitarre, traurig untermalt von eine Geige und einer herzschlagenden Pauke, Texte zwischen den Welten; Aus dem Diesseits des Sterbens und dem Jenseits des Lebens. Die Songs handeln von Teufelsweibern, Frauen die ihren Geliebten umbringen, Alchimisten oder von Raben die sich mit Tauben paaren.

Durchs ganze Album «Non omnis moriar» – nicht ganz sterben – zieht sich eine düstere Stimmung. Die instrumentale Begleitung hält sich angenehm zurück, so das nichts den morbid-schönen Gesang stört. Wunderschön ist das zweistimmig gesungene Teil von «Der Alchimist». Schaurig düster «Übermorden» mit einer tiefen Melodie wie ein Herzschlag. Ganz witzig ist der Song «Erklärung in eigener Sache». Halb rückwärts gesprochen, also «Sache eigener in Erklärung».

«Solange es Lieder gibt, müssen sie gesungen werden. Solange es Geschichten gibt, müssen sie erzählt werden. Wir erzählen Euch von Schiffen, die über das verbotene Meer segeln wollten, von jungfrauen, die sich in ihren Drachen verliebten, von elstern, die kurz vor dem Ziel in die Leimrute fielen, von der kleinen Meerjungfrau an ihrem letzten Morgen, vom erdgnom im Winterschlaf, vom Wolf und dem Mondkind, von beherrschenden Zauberern von sprechenden Nebelschwaden, von hinterhältigen spinnen und eigentlich ganz harmlos ausschauenden kleinen Mädchen. Lauschet dem Märchen und erkennt euch aussichtslos darin gefangen»

Auf dem Album mit dabei:
Agi schreibt die Lieder, zudem spielt sie die Klampfe, bis ihr fast der Daumen abfällt, singt, lästert, scheppert, rasselt und spricht die bösen Rückwärtsbotschaften.
Belinda singt schöner als Agi, spricht und kichert.
Reina macht den Himmel voller Geigen.
Rosi findet dich, denn Rosi ist überall .
Giselas Flöte ist so gross, dass sie fast nicht ins Studio passt.
Anna-Lena kann ganz tief singen.
Hraban auch. Er ist übrigens der Webmeister; er webt an dieser Seite und anderen.
Joe hat zündende Ideen, schleppt unsere Sachen herum und spielt den Toten Mann.
Noldi war zufällig da und hatte seine Darabouka dabei.

Fazit:
Wunderschön. Ein Feuerwerk aus düsteren Tiefen, zwischen Alchemie, Mord und Todschlag.

Wertung: Wertung: 5.5 von 6 möglichen Punkten

01.04.2005 / Pe; Update 19.4.2005 / Pe

Non omnis moriar

CD 2004
Track Song Interpret Zeit
1 Die letzte Möglichkeit Divina Commedia 0:04:38
2 Der Rabe und die Taube Divina Commedia 0:06:37
3 Komm Divina Commedia 0:04:18
4 Das Teufelsweib Divina Commedia 0:05:43
5 Die Antwort Divina Commedia 0:04:44
6 Der Mensch Divina Commedia 0:04:37
7 Übermorden Divina Commedia 0:08:39
8 Erklärung in eigener Sache Divina Commedia 0:01:59
9 Der Alchimist Divina Commedia 0:03:51
10 Der Mond, der Rabe und das Blaue Divina Commedia 0:04:48
11 Rabengesang Divina Commedia 0:04:06
Konzerte:Zeigen: [ alle | ab heute ]
 
Datum:Veranstaltung:Ort:
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Stil:
Mittelalter, Folk

Land:
Winterthur, Schweiz

Bemerkung:
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